Parkinsonpatienten mit Ödemen und depressiven Symptomen
Parkinsonpatienten mit Ödemen und depressiven Symptomen
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Original abstract
ZusammenfassungBei Parkinson sind zunehmend nicht motorische Symptome von Bedeutung. Deshalb sollte durch die dopaminerge Therapie neben guter motorischer Wirksamkeit ein möglichst positiver Einfluss auf nicht motorische Symptome erreicht werden. Der Non-Ergot Dopaminagonist (DA) Piribedil besitzt ein spezifisches Rezeptorprofil mit D2/D3-Agonismus und α2-Antagonismus. Bei einer 67-jährigen Patientin mit Tagesmüdigkeit unter PramipexolVormedikation traten unter Therapie mit Ropinirol, L-Dopa und Rasagilin motorische Probleme auf. Zudem bestanden leichte Beinödeme und ein deutliches depressives Syndrom. Der DA wurde auf Piribedil gewechselt. Nach Therapieumstellung und weiterer Dosisanpassung besserte sich die Motorik ohne Auftreten von Tagesmüdigkeit. Die Ödeme gingen zurück und bei deutlich gebesserter Stimmungslage konnte der eindosierte SSRI abgesetzt werden. Ein DA-Wechsel kann bei Auftreten spezifischer Probleme günstig sein. Bei guter motorischer Wirksamkeit zeigte Piribedil in dieser Kasuistik Vorteile in Bezug auf Tagesmüdigkeit und Ödeme mit zusätzlich antidepressiver Wirkung.