Abendländische und fernöstliche Medizin: Alte Gegensätze — neue Brücken
Abendländische und fernöstliche Medizin: Alte Gegensätze — neue Brücken
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Original abstract
Nach dem Zerfall des Romischen Reiches und entsprechend der Ausdehnung des Machtbereiches der Kaiser und Papste versiegten mit dem Ruckzug der Araber von der Iberischen Halbinsel fur das Abendland die Quellen des medizinischen Wissens — auch aus Asien die den Griechen und Romern durch den Handelsverkehr und Wissensaustausch uber die „Seidenstrase“ noch zuganglich gewesen waren. Daran vermochten selbst Ausnahmeerscheinungen wie Friedrich II von Sizilien — „Stupor mundi“ — nichts Prinzipielles zu andern. Dazu kam, dass selbst das rudimentare Wissen, das in die Volksmedizin eingegangen und von „weisen Frauen“ von Generation zu Generation weitergereicht worden war, in der Zeit der Inquisition und der Hexenprozesse Schutz suchend in den „Nebeln von Avalon“ untertauchte.