Kickboxen bei Parkinson – ein bewegungstherapeutischer Ansatz
Kickboxen bei Parkinson – ein bewegungstherapeutischer Ansatz
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Parkinson-Tagesklinik, Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, DeutschlandLocation evidence
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Original abstract
Zusammenfassung Die Parkinson-Krankheit geht mit progredienten motorischen Einschränkungen wie Bradykinese, Rigor, Tremor und posturaler Instabilität einher, die die Selbstständigkeit der Betroffenen erheblich beeinträchtigen können. Neben medikamentösen, chirurgischen und physiotherapeutischen Maßnahmen gewinnt Bewegungstherapie als ergänzender Bestandteil multimodaler Behandlungskonzepte zunehmend an Bedeutung. Insbesondere gruppenbasierte Trainingsformen können neben motorischen Funktionen auch Motivation, Selbstwirksamkeit und soziale Teilhabe fördern. Der vorliegende Praxisbeitrag beschreibt die Durchführung eines angepassten Kickbox-Trainings in der Parkinson-Tagesklinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Das Training findet einmal wöchentlich in Kleingruppen statt und umfasst koordinative Schlag- und Tritttechnikübungen, Gleichgewichtstraining, Partnerarbeit sowie funktionelle Kraft- und Mobilisationsübungen. Durch die Kombination aus dynamischen Bewegungsabläufen, Rhythmusfähigkeit, sensorischer Integration und posturaler Kontrolle werden gezielt motorische und kognitive Funktionen adressiert, die bei der Parkinson-Krankheit häufig beeinträchtigt sind. Erste Studien zu boxbasierten Trainingsformen zeigen positive Effekte auf Balance, Gangbild und Lebensqualität bei Menschen mit Parkinson. Auch die bisherigen praktischen Erfahrungen in der Tagesklinik deuten auf eine hohe Akzeptanz, gute Durchführbarkeit sowie positive Effekte auf Motivation und subjektives Wohlbefinden hin. Kickboxen stellt damit eine vielseitige und niederschwellige Ergänzung innerhalb bewegungstherapeutischer Konzepte bei Parkinson dar.