Neuroprotektive Strategien bei neurodegenerativen Erkrankungen — was haben wir gelernt?
Neuroprotektive Strategien bei neurodegenerativen Erkrankungen — was haben wir gelernt?
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Original abstract
Was ist Neuroprotektion? Eine einleuchtende Definition neuroprotektiver Strategien wurde von Ira Shoulson gegeben[23]:„Neuroprotective strategies ate pharmacological interventions that produce enduring benefits by favourably influencing underlying etiology or pathogenesis and thereby forestalling onset of disease or clinical decline“. Es handelt sich bei dieser Definition um eine Herangehenweise an Neuroprotektion, die sich vor allem auf pharmakologische Strategien erstreckt. Dies schiest keine Strategien mit ein, die allein der Pravention dienen; so zum Beispiel die Phenylalaninrestriktion in der Behandlung der Phenylketonurie, die Behandlung des M. Wilson mit Chelatoren oder gar die Polioimpfung, die ja eindrucksvoll vor dem verlust von Motoneuronen schutzt. Daruber hinaus bedeutet das Wort „enduring“, dass sich diese Strategien von rein symptomatischen Therapieansatzen wie der L-Dopa-Therapie des M. Parkinson unterscheiden. Schlieslich fordert diese Definition, dass neuroprotektive Strategien entweder die Atiologie oder die Pathogenese degenerativer Erkrankungen beeinflussen, also eine besonderes hohe Hurde dar, da wir bei vielen degenerativen Erkrankungen des zentralen Nervensystems die Ursache nur inkomplett kennen.