MEG Untersuchungen zur oszillatorischen Synchronisation bei Bewegungsstörungen
MEG Untersuchungen zur oszillatorischen Synchronisation bei Bewegungsstörungen
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Original abstract
Veranderungen oszillatorischer Aktivitat spielen in der Pathophysiologie von Bewegungsstorungen eine wichtige Rolle und konnen auf verschiedenen Ebenen nachgewiesen werden. Magnetenzephalographische Untersuchungen zeigen unter anderem, dass dem Parkinson-Ruhetremor ein oszillatorisches Netzwerk zugrunde liegt, das die gleichen kortikalen und subkortikalen Areale umfasst, die bei der Durchfuhrung repetitiver Willkurbewegungen aktiviert werden. Beim Parkinson-Ruhetremor findet sich jedoch eine abnorm erhohte Koharenz zwischen Thalamus und motorischem Kortex sowie eine reduzierte Koharenz zwischen pramotorischem und motorischem Kortex. Die Gabe von L-Dopa fuhrt zu einer signifikanten Reduktion der thalamo-kortikalen und kortiko-kortikalen Koharenz, die klinisch mit einer Reduktion der Tremorsymptomatik einhergeht. Auch fur den essenziellen Tremor wurde ein oszillatorisches Netzwerk identifiziert, das neben ipsilateralem Zerebellum, kontralateralem Thalamus, motorischem und pramotorischem Kortex auch Strukturen im Hirnstamm mit einschliest. Der Einfluss pharmakologischer Interventionen auf das Netzwerk des essenziellen Tremors wurde bisher noch nicht untersucht. Insgesamt unterstreichen die Befunde auf systemischer Ebene die pathophysiologische Relevanz veranderter oszillatorischer Prozesse bei diesen Bewegungsstorungen.