Der komplexe Parkinson-Patient
Der komplexe Parkinson-Patient
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Original abstract
Impulskontrollstorungen (ICDs) bei Morbus Parkinson konnen enorme wirtschaftliche und psychosoziale Auswirkungen auf Betroffene und das familiare Umfeld haben. Sie sind haufig mit einer Behandlung mit Dopaminagonisten assoziiert und werden von den Betroffenen nur selten spontan berichtet. Die vorliegende Kasuistik illustriert den Krankheitsverlauf eines Parkinson-Patienten mit Erkrankungsbeginn im 5. Lebensjahrzehnt, welcher trotz ausgezeichneter sozialer und familiarer Einbettung und regelmasiger medizinischer Betreuung pathologisches Glucksspiel entwickelte, welches erst nach 6 Jahren von seiner Ehefrau bemerkt wurde. Nach Ausschleichen der Behandlung mit Dopaminagonisten und begleitender Verhaltenstherapie kam es zu einer Beendigung des pathologischen Glucksspiels. Der Fall unterstreicht die Notwendigkeit der aktiven Erkundigung nach Impulskontrollstorungen (pathologisches Glucksspiel, Kaufsucht, Hypersexualitat und Essattacken) bei jeder Parkinson-Visite.