Individuelle Koffeinempfindlichkeit: Implikationen für eine personalisierte Schlafmedizin?
Individuelle Koffeinempfindlichkeit: Implikationen für eine personalisierte Schlafmedizin?
A plain-language reading has not been prepared for this paper yet.
Original abstract
Zusammenfassung. Sowohl die Prävalenz des Insomnie-Syndroms als auch die individuell unterschiedlichen Wirkungen von Koffein auf den Schlaf sind teilweise genetisch bedingt. Pharmakogenetische Studien zeigen, dass genetisch bedingte Unterschiede beim Adenosin-A2A-Rezeptor und beim Dopamin-Transporter zur individuellen Koffeinempfindlichkeit in Bezug auf den Schlaf beitragen. Diese Befunde legen die Schlussfolgerung nahe, dass das Striatum, wo der A2A-Rezeptor und der Dopamin-Transporter hauptsächlich exprimiert werden, eine wichtige Gehirnstruktur für die Schlaf-Wachregulation darstellt. Eine Berücksichtigung der individuellen Koffeinempfindlichkeit und des A2A-Rezeptor-Genotyps bei der Entwicklung von neuen Adenosin-basierten Pharmakotherapien zur Behandlung von Schlaf-Wachstörungen und neurodegenerativen Erkrankungen wie der Parkinson-Krankheit könnte in Zukunft zur Voraussage von individuellen Wirkungen beitragen und die Aussagekraft von klinischen Studien verbessern.