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Evozierte Potenziale der Vagus-Kerngebiete im Hirnstamm

Evozierte Potenziale der Vagus-Kerngebiete im Hirnstamm

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ZusammenfassungBei der elektrischen Stimulation des N. vagus über einen sensiblen Hautast am äußeren Ohr lassen sich spezifische neuronale Antworten als bipolar evozierte Fernfeldpotenziale an der Schädelkalotte abgreifen, die als Vagus-evozierte Potenziale bezeichnet werden. Latenzen im Bereich weniger Millisekunden wie bei akustisch Evozierten Potenzialen (AEP) und Veränderungen nach Lokalanästhesie im Stimulationsgebiet, sind Hinweise für ihre neurogene Entstehung im Bereich der Vagus-Kerngebiete im Hirnstamm. Wir präsentieren die Daten von fünf Einzelfalluntersuchungen von verschiedenen neuropsychiatrischen Erkrankungen und diskutieren sie hinsichtlich der betroffenen neuroanatomischen Strukturen. Diese neue Methode wäre gerade im Hinblick auf eine Früherkennung neurodegenerativer Erkrankungen wie M. Parkinson oder Alzheimer-Erkrankung von großem Nutzen für den frühzeitigen und zielgerichteten Einsatz neuroprotektiver Behandlungsmöglichkeiten. Im Vergleich zur bisherigen operativen Vorgehensweise bei der Stimulation des Vagus-Hauptstammes wäre eine nebenwirkungsfreie und minimalinvasive Stimulationsweise auch ein bedeutender Fortschritt im Hinblick auf den therapeutischen Einsatz bei therapieresistenten Epilepsien und Depressionen.

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