Notfälle bei extrapyramidalen Erkrankungen
Notfälle bei extrapyramidalen Erkrankungen
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Original abstract
Extrapyramidalen Storungen liegen zwar meist chronische Erkrankungen zugrunde, jedoch kommt es unter Umstanden auch zum akuten Auftreten oder zu einer dramatischen Verschlechterung bis hin zu lebensbedrohlichen Zustanden. So kann ein Infekt, Medikamentenentzug oder eine Exikkose bei Parkinson-Patienten eine akinetische Krise auslosen. Auch akute, therapieassoziierte Psychosen mit Halluzinationen, Verwirrtheits- und Unruhezustanden konnen beim Parkinson-Patienten eine Notfallbehandlung erforderlich machen. Akute medikamenteninduzierte Dystonien treten nach einer Latenz von Stunden bis Tagen nach der Therapie mit Neuroleptika auf. Diese Fruhdyskinesien konnen mit i.v.-Gabe von Anticholinergika effektiv behandelt werden. Seltene Folge einer Neuroleptikatherapie ist das maligne neuroleptische Syndrom, das mit Hyperthermie, Rigor und Bewusstseinsveranderungen einhergeht und zur kardiopulmonalen Dekompensation fuhren kann. Auch hier ist eine rasche Diagnosestellung entscheidend.