Biomechanische Ganganalyse von neurodegenerativen Parkinson-Syndromen
Biomechanische Ganganalyse von neurodegenerativen Parkinson-Syndromen
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Original abstract
Einfuhrung: Der Einsatzbereich biomechanischer Messverfahren bei der Evaluierung von Gangstorungen in der Neurologie wird zusehends haufiger. Die Studienlage zu vergleichenden biomechanischen Ganganalysen hypokinetisch-rigider Gangstorungen im Rahmen eines Parkinson-Syndroms ist derzeit noch gering. Das Ziel dieser Studie ist, Unterschiede der Gangfunktion bei Patienten mit idiopathischen Parkinson-Syndrom (IPS) und Patienten mit einem atypischen Parkinson-Syndrom (APS) zu objektivieren. Methode: Mithilfe kinematischer und kinetischer Bewegungsanalyseverfahren wurde die Gangmotorik von IPS Patienten (n=12); APS Patienten (n=12) und einer gesunden Kontrollgruppe (K, n=12) analysiert. Ergebnisse: APS Patienten gingen signifikant langsamer, kleinschrittiger und mit verlangerten Bodenkontaktphasen als IPS Patienten und einer gesunden K Gruppe. Zwischen den neurodegenerativen Erkrankungsgruppen APS und IPS wurde in den Bewegungsamplituden der oberen Extremitaten keine signifikante Differenz quantifiziert. An den unteren Extremitaten uberwiegt eine proximale Bewegungseinschrankung der APS gegenuber IPS. Eine geringere Auftrittskraft und Abstoskraft wahrend der Bodenkontaktphase ist bei den APS im Vergleich zu IPS und K objektivierbar. Schlussfolgerung: Mithilfe biomechanischer Ganganalyseverfahren konnen innerhalb der hypokinetisch-rigiden Gangstorungen unterschiedliche Gangcharakteristika objektiviert werden. Der Einsatzbereich konnte im klinischen Alltag fur differenzialdiagnostische und therapeutische Uberlegungen hilfreich sein.