Quantitative Genexpressionsanalysen humaner dopaminerger Neurone nach Lasermikrodissektion aus post-mortem Mittelhirngewebe von Morbus Parkinson Patienten und Kontrollen
Quantitative Genexpressionsanalysen humaner dopaminerger Neurone nach Lasermikrodissektion aus post-mortem Mittelhirngewebe von Morbus Parkinson Patienten und Kontrollen
A plain-language reading has not been prepared for this paper yet.
Original abstract
Im Rahmen dieser Arbeit wurde die mRNA-Expression von aussichtsreichen Kandidatengenen spezifisch für DA Mittelhirnneurone von post-mortem Morbus Parkinson-Patienten im Vergleich zu nicht erkrankten Kontrollen untersucht. So sollten ursächliche oder möglicherweise kompensatorische Mechanismen im Zusammenhang mit der Pathogenese des Morbus Parkinson in individuellen dopaminergen Mittelhirnneuronen identifiziert oder validiert werden. Zunächst wurde dazu die Einzelzellmethodik weiterentwickelt und an die spezifischen Anforderungen zur Analyse von humanem post-mortem Material angepasst. Die Resultate der Genexpressionsanalyse dieser Studie basieren auf den kombinierten Techniken der kontaktfreien Lasermikrodissektion individueller Zellen von Ethanol-fixierten und cresylviolett gefärbten Mittelhirngewebeschnitten auf Polyethylen-Naphthalat-beschichteten Objektträgern mit anschließender cDNA-Synthese, sowie der Quantifizierung der mRNA-Levels via real-time qPCR. Diese kombinierte LMD und real-time qPCR Einzelzellmethodik wurde auf weitere murine Gewebearten erfolgreich angewandt und darüber hinaus für den Einsatz von anderen Objektträgern und die alternative PFA-Fixiertechniken sowie die parallele Analyse von regulatorischen miRNAs erweitert. Die Hauptbefunde dieser Arbeit sind orchestriert erhöhte mRNA-Levels von Genen, die mit Dopaminsynthese und -metabolismus assoziiert sind, in individuellen, humanen Neuromelanin-positiven DA Mittelhirnneuronen von PD-Patienten im Vergleich zu nicht an PD erkrankten Kontrollen. Diese Erhöhung geht mit ebenfalls in PD erhöhten mRNA-Leveln aktivitätsmindernder Kaliumkanaluntereinheiten einher, während aktivitätsfördernde Ionenkanaluntereinheiten keine Veränderung aufwiesen.