Pramipexol Retard: Eine neue Therapieoption bei Morbus Parkinson
Pramipexol Retard: Eine neue Therapieoption bei Morbus Parkinson
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Original abstract
ZusammenfassungPramipexol ist der meistverordnete Dopaminagonist weltweit und darf mittlerweile als Referenzsubstanz bei der Bewertung neuer Substanzen angesehen werden. Das Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil dieses non-ergolinen Dopaminagonisten ist aufgrund umfangreicher klinischer Daten und Erfahrungen gut charakterisiert. Seit Oktober 2009 steht in Deutschland Pramipexol in retardierter Form zur symptomatischen Behandlung des Morbus Parkinson zur Verfügung. Die notwendige dreimal tägliche Einnahme von Pramipexol lässt sich durch die neu entwickelte Retardform auf eine Einmalgabe pro Tag reduzieren. Dies ist ein wesentlicher therapeutischer Fortschritt im Hinblick auf eine Reduktion der Tablettenlast und bessere Compliance der Patienten. Bei einer kontinuierlichen Wirkstofffreigabe über 24 Stunden zeigt die Retardform zudem weniger Fluktuationen im Plasmakonzentrationsverlauf als eine dreimal tägliche Gabe des unretardierten Pramipexol. Die vorliegende Arbeit fasst die wesentlichen pharmakologischen, pharmakokinetischen und klinischen Merkmale der Retardform zusammen, stellt die Studiendaten zur Um- und Neueinstellung auf Pramipexol Retard bei idiopathischem Parkinson-Syndrom vor und vergleicht die Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten der unretardierten versus der retardierten Pramipexol-Formulierungen.