Beeinträchtigung der Fähigkeit zur Oralen Stereognose
Beeinträchtigung der Fähigkeit zur Oralen Stereognose
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Original abstract
Orale Stereognose (OS) beschreibt die Fähigkeit, Formen im Mundraum erkennen zu können. Ziel der hier vorgestellten Bachelorarbeit ist es, die Ausprägungen von OS bei verschiedenen Krankheitsbildern zu beschreiben und die Relevanz der Beeinträchtigung in der OS basierend auf dem aktuellen Stand der Literatur zu beurteilen. Signifikante Beeinträchtigungen der OS zeigten sich bei Patient:innen nach Schlaganfall, nach behandelten onkologischen Erkrankungen im Mundraum/Pharynx, bei Zerebralparese und bei Trisomie 21. Keine signifikanten Beeinträchtigungen der OS zeigten sich bei unbehandelten onkologischen Erkrankungen im Mundraum/Pharynx, bei Morbus Parkinson und bei gutartigen Veränderungen der Zungenstruktur. Uneinheitliche Ergebnisse stellten sich bei Patient:innen mit Aphasie und bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten heraus. Basierend auf den Ergebnissen können begründete Hypothesen in Hinblick auf die OS-Leistung bei bestimmten Patient:innengruppen abgeleitet werden. Die Arbeit zeigt zudem auf, dass es viele verschiedene Arten der Durchführung und eine große Begriffsvielfalt im Bereich OS gibt, die in Zukunft vereinheitlicht werden müssen, damit Studienergebnisse besser vergleichbar werden.