Schlafverhalten bei Patienten mit Morbus Parkinson
Schlafverhalten bei Patienten mit Morbus Parkinson
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Original abstract
Ein- und Durchschlafstorungen sind bei Parkinsonpatienten haufig beklagte Beschwerden. Die Ursachen sind multifaktoriell. Sie werden u. a. durch den neurodegenerativen Prozes, durch motorische Einschrankungen in der Nacht, durch die Medikation sowie durch schlafbezogene Atmungsstorungen hervorgerufen. 22 mittelschwer betroffene Parkinsonpatienten und zwei Patienten mit Steele-Richardson-Olzsewski-Syndrom (progressive supranukleare Blickparese, PSP) wurden im Rahmen dieser Studie in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Nachten polysomnographischen Gesamtnachtschlafableitungen unterzogen. Bei den Parkinsonpatienten wurden lange Wachzeiten in der Nacht, eine verzogerte REM-Schlaf-Latenz, verminderte Tiefschlafanteile bei Reduktion der Deltaaktivitat beobachtet. 11 von 21 Patienten wiesen eine schlafbezogene Atmungsstorung auf, von einer deutlichen Verbesserung der Leistungsfahigkeit konnten jedoch nur zwei von 5 Patienten, die auf nCPAP eingestellt wurden, berichten. Patienten, die abendlich retardierte L-Dopa-Praparate erhielten, wiesen als Gruppe im Mittel eine geringere Fragmentierung und niedrigere Gesamtwachzeiten im Vergleich zu den ubrigen auf. Unter Clozapin konnte bei einem Patienten ebenfalls eine Verbesserung des Schlafes mit Zunahme von REM- und Tiefschlaf gesehen werden. Ausgepragte Hyposomnien mit weitgehendem Tief- und REM-Schlaf-Verlust kennzeichneten den Schlaf der PSP-Patienten. Die Optimierung der Parkinsonmedikation sollte an erster Stelle der Behandlung von Schlafstorungen bei Parkinsonsyndromen stehen. Die Therapie zusatzlich auftretender schlafbezogener Atmungsstorungen hatte nicht den subjektiven Erfolg wie bei ansonsten gesunden Patienten.