Prävalenz und Merkmale der Polyneuropathie bei atypischen Parkinson-Syndromen
Prävalenz und Merkmale der Polyneuropathie bei atypischen Parkinson-Syndromen
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Original abstract
Die Häufigkeit der Polyneuropathie (PNP) wird beim idiopathischen Parkinsonsyndrom mit 19 - 62% angegeben. Bislang thematisieren nur wenige Studien die Rolle der PNP bei atypischen Parkinson Syndromen (APS). Wir untersuchten die Prävalenz und Eigenschaften der PNP bei APS anhand der Multisystematrophie und der Progressiven supranukleären Blickparese. Hierbei wurden die Symptome der PNP durch subjektive, klinische und apparative Parameter charakterisiert. Es zeigte sich eine hohe subjektive Belastung durch neuropathische Symptome bei 87,5% der MSA- und 66,7% der PSP-Patient*innen. Eine PNP wurde elektrophysiologisch in 50% beider Gruppen bestätigt. Der Schweregrad der PNP bei PSP und die elektrophysiologisch gemessene Amplitude des motorischen Nervs bei MSA stand in Zusammenhang mit beeinträchtigter motorischer Funktion. Hiermit zeigt sich die Relevanz der PNP auch bei APS und die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen um die Merkmale und Pathophysiologie weiter zu analysieren.