Die Entwicklung der L-Dopa-Therapie — Klinische Aspekte im Wandel
Die Entwicklung der L-Dopa-Therapie — Klinische Aspekte im Wandel
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Original abstract
Die Konzeption der L-Dopa-Therapie der Parkinson-Krankheit basiert auf beispielhaft positiven Wechselwirkungen zwischen Idini- schen Beobachtungen und theoretischen, vor allem biochemischen Erkenntnissen. Birkmayer hat in diesem Zusammenhang von einer evolutionar-kognitiven Koinzidenz gesprochen (Birkmayer, 1972). Hiernach wurde die Vielzahl bereitliegender theoretischer Befunde erst aufgrund neuer klinischer Fragestellungen in ihrer praktischen Bedeutung erkennbar und die Umsetzung in klinisch-therapeutische Masnahmen moglich. Es ist heute allgemein akzeptiert, das die L-Dopa-Therapie das wirksamste Behandlungsverfahren beim Parkinson-Syndrom darstellt, alle Kardinalsymptome positiv beeinflust und die Sterblichkeit der Parkinson-Patienten erheblich gesenkt hat. Gleichzeitig zeigen alle Langzeitbeobachtungen, das die Wirksamkeit der L-Dopa-Therapie in mehrjahrigen Beobachtungszeitraumen nachlast, wobei mit wechselndem Gewicht das Fortschreiten der Grundkrankheit und multifaktoriell konditionierte Adaptationsvorgange an die Therapie eine Rolle spielen.