Rezidivierende Supraventrikuläre Tachykardien
Rezidivierende Supraventrikuläre Tachykardien
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Original abstract
Unter dem Begriff „supraventrikulare Tachykardien“ werden die atrialen Tachykardien wie Sinustachykardie, paroxysmale atriale Tachykardie, Vorhofflimmern/flattern und die Praexzitationssyndrome zusammengefast. Als paroxysmale supraventrikulare Tachykardie im engeren Sinne werden das Wolff-Parkinson-White-Syndrom und die AV-Knoten-Reentrytachykardien (Lown-Ganong-Levine-Syndrom) bezeichnet (7, 13). Der klinische Verlauf atrialer Tachykardien wird durch die zugrundeliegende Herzkrankheit bestimmt; die Rhythmusstorungen selbst sind nicht mit dem plotzlichen Herztod assoziiert, vorausgesetzt, ein funktionell intakter AV-Knoten verhindert die Uberleitung hochfrequenter Vorhofaktionen auf die Herzkammern. Im Falle eines „funktionell kleinen AV-Knotens“ mit unzureichenden leitungsverzogernden Eigenschaften kann von einer Sonderform des Praexzitationssyndroms ausgegangen werden, namlich der vorzeitigen Depolarisation der Ventrikel auf dem Wege des spezifischen Erregungsleitungssystems (1, 9). Bei Patienten mit Praexzitationssyndrom kann es wahrend Vorhofflimmerns unter Umgehung des AV-Knotens zu einer hochfrequenten Kammerarrhythmie kommen, die potentiell in Kammerflimmern degenerieren kann.