Nuklearmedizinische Differenzialdiagnostik der Parkinson-Syndrome: Update 2016
Nuklearmedizinische Differenzialdiagnostik der Parkinson-Syndrome: Update 2016
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Original abstract
In der neuen S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des idiopathischen Parkinson-Syndroms (Morbus Parkinson, PD) werden dezidierte Empfehlungen zur Differenzialdiagnose des unklaren neurodegenerativen Parkinson-Syndroms (PS) mit nuklearmedizinischen Verfahren gegeben. In der vorliegenden Ubersichtsarbeit wird die diagnostische Wertigkeit der betreffenden Verfahren anhand der aktuellen Literaturlage vorgestellt und im Kontext der Leitlinienempfehlung bewertet. Die [123I]FP-CIT-SPECT der prasynaptischen Dopamintransporter-Verfugbarkeit und die [123I]IBZM-SPECT der vorrangig postsynaptischen Dopamin-D2/D3-Rezeptor-Verfugbarkeit erlauben keine ausreichende diagnostische Trennung zwischen PD und den sog. atypischen Parkinson-Syndromen (APS). Sie sollten somit fur diese Fragestellung nicht eingesetzt werden. Die Szintigrafie der sympathischen myokardialen Innervation erlaubt eine Trennung zwischen PD und der Multisystematrophie (MSA) mit moderater diagnostischer Genauigkeit und kann somit fur diese Fragestellung eingesetzt werden. Eine sehr genaue Differenzierung zwischen PD und APS bzw. den APS untereinander ermoglicht hingegen die [18F]FDG-PET, die entsprechend der aktuellen Leitlinie zur bestmoglichen differenzialdiagnostischen Zuordnung eines PS eingesetzt werden kann. Zudem besitzt die [18F]FDG-PET entsprechend aktueller Studien wahrscheinlich eine hohe prognostische Aussagekraft bez. des Gesamtuberlebens von Patienten mit einem PS bzw. der Entwicklung einer kognitiven Storung bei PD.