Untersuchung neuronaler Korrelate der Fingermotorik mit der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) bei Patienten mit idiopathischem Parkinson-Syndrom
Untersuchung neuronaler Korrelate der Fingermotorik mit der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) bei Patienten mit idiopathischem Parkinson-Syndrom
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Original abstract
Bildgebende Studien zeigen bei Patienten mit idiopathischem Parkinsonsyndrom (IPS) veränderte neuronale Aktivierungsmuster, die auf Störungen des motorischen Netzwerkes aufgrund des dopaminergen Defizits zurückgeführt werden, wobei eine Beeinflussung der neuronalen Aktivierungen durch vielfältige Parameter und Interaktionen besteht. Wir untersuchten 10 Patienten mit IPS vom akinetisch-rigiden Typ in einem mild bis mäßig stark ausgeprägten Krankheitsstadium (2,5 Hoehn und Yahr) sowie 10 Kontrollen mittels auditorisch-getriggertem Fingertapping zu unterschiedlichen Frequenzen (1 Hz, 2,5 Hz und 4 Hz) mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) (3T). In der Analyse der Verhaltensdaten zeigte sich bei beiden Gruppen eine signifikante Abweichung der Fingertapping-Frequenz bei der 1 Hz-Bedingung. In der Analyse der Bildgebungsdaten zeigte sich bei beiden Gruppen eine signifikante Mehraktivierung im supplementär motorischen Areal, dem primär motorischen Kortex, dem Thalamus und dem Kleinhirn, welche sich mit zunehmender Bewegungsfrequenz erhöhten. Im Putamen/Pallidum zeigte sich bei den Kontrollen eine signifikante Aktivierung mit Abnahme der Aktivierung bei zunehmender Bewegungsfrequenz. Bei den Patienten zeigte sich diese Aktivierung im Putamen/Pallidum nicht. Die Ergebnisse der Kontrollen zeigen die Abhängigkeit der zerebralen Aktivierung in diesen Arealen vom gewählten motorischen Parameter. Das umgekehrte Aktivierungsverhalten im Putamen/Pallidum könnte die indirekte Inhibition frontaler kortikaler Areale auf diese Strukturen widerspiegeln. Die fMRT-Aktivierung im Putamen/Pallidum stellt den wesentlichen Unterschied zwischen beiden Gruppen dar. Im Hinblick auf das klinische Bild mit deutlichen Einschränkungen der Motorik bei den Patienten könnte dieser Aktivierungsunterschied als direktes neuronales Zeichen der motorischen Störung bei Patienten mit IPS gewertet werden.