Neuropsychologische Genderaspekte bei Patientinnen und Patienten mit Morbus Parkinson
Neuropsychologische Genderaspekte bei Patientinnen und Patienten mit Morbus Parkinson
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Original abstract
Zusammenfassung. Diese Übersichtsarbeit beschäftigt sich mit (neuro-)psychologischen Geschlechtseffekten beim idiopathischen Parkinsonsyndrom (IPS). Frauen mit IPS leiden häufiger an Depressionen als Männer; das Geschlechterverhältnis ist jedoch ausgeglichener als in der Allgemeinbevölkerung. Hinsichtlich der Kognition deuten neue Befunde auf einen stärkeren Abbau des verbalen Gedächtnisses bei Frauen mit IPS hin. Im Bereich Lebensqualität scheinen Geschlechtsunterschiede besonders dann deutlich zu werden, wenn spezifische Unterdomänen der HrQoL betrachtet werden. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Geschlechtsunterschiede beim IPS in verschiedenen (neuro-)psychologischen Bereichen bestehen und diese klinisch relevant erscheinen. Die Befundlage ist jedoch lückenhaft, und zugrundeliegende Mechanismen sind unklar. Weitere Forschung ist daher erforderlich.