Somatische Krankheiten als Kofaktoren bei Depression im Alter: Ergebnisse der Berliner Altersstudie (BASE)
Somatische Krankheiten als Kofaktoren bei Depression im Alter: Ergebnisse der Berliner Altersstudie (BASE)
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Original abstract
Neben genetischen und psychosozialen Faktoren werden vor allem korperliche Erkrankimgen und Behinderungen als Risikofaktoren fur die Entstehung und Per-sistenz depressiver Storungen im Alter angesehen. So konnte gezeigt werden, das 1/3-2/3 der Menschen, die einen Schlaganfall erlitten, im darauffolgenden Jahr an Depressionen litten (8), und das diese Depressionen eine hohen Grad an Chroni-zitat aufwiesen (4,11). Andere korperliche Erkrankungen, die einen Zusammen-hang mit Depressionen zeigen, sind Malignome, Morbus Parkinson sowie diverse endokrine und metabolische Storungen, ohne das die vermittelnden Mechanis-men im einzelnen bekannt waren. Ein grundsatzliches Problem bei der Analyse derartiger Zusammenhange stellt das weitgehende Fehlen systematischer Studien an reprasentativen Stichproben dar, die ein breites geriatrisches Diagnosen-Spek-trum erfassen. Diese mussen aber vorausgesetzt werden, um den Einflus unter-schiedlicher Erkrankungen in einer oft multimorbiden Population zu kontrollie-ren. Von Interesse war daher fur uns, inwieweit sich unter Betrachtung des gesam-ten somatischen Diagnosen-Spektrums einzelne Erkrankungsgruppen als gehauft mit Depression im Alter assoziiert nachweisen lassen. Eine weitere Frage bestand darin, ob sich verschiedene Formen von Depression durch das assoziierte Krank-heitsspektrum unterscheiden lassen.