Extrapyramidal-motorische Erkrankungen und andere Bewegungsstörungen
Extrapyramidal-motorische Erkrankungen und andere Bewegungsstörungen
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Original abstract
Die Parkinson-Erkrankung ist eine Bewegungsstorung aufgrund einer Degeneration dopaminerger Neurone im nigrostriatalen System, wobei 80% der Parkinson-Syndrome als Systemdegeneration anzusehen sind. Parkinson-Syndrome konnen auch sekundar auftreten: medikamenten- und drogeninduziert (Neuroleptika), infektios oder postinfektios (Enzephalitis) und im Rahmen neurodegenerativer Erkrankungen (olivopontozerebellare Atrophie, Uberlappung mit der Alzheimer-Erkrankung). Die Pravalenz nimmt mit dem Alter deutlich zu und liegt insgesamt bei uber 100:100 000, womit allein in Deutschland ca. 100 000–150 000 betroffene Patienten zu finden sind. Die Mehrzahl aller primar auftretenden Parkinson-Syndrome ist idiopathisch, d. h. ohne erkennbare genetische Disposition. Nur etwa 5% der Patienten haben eine erkennbare familiare Disposition.