Vergleich der Wertigkeiten der FDG-PET und transkranieller B-mode Sonografie zur Differenzialdiagnostik des neurodegenerativen Parkinson-Syndroms
Vergleich der Wertigkeiten der FDG-PET und transkranieller B-mode Sonografie zur Differenzialdiagnostik des neurodegenerativen Parkinson-Syndroms
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Original abstract
Ziel der Studie: Die Messung des regionalen zerebralen Glukosemetabolismus mittels der [18F]Fluorodeoxyglukose-Positronen-Emissions-Tomografie (FDG-PET) sowie die Beurteilung struktureller Auffalligkeiten des Hirnstammes und der Basalganglien mittels transkranieller B-mode Sonografie (TCS) konnen zur bildgebenden Differenzialdiagnostik des Parkinson-Syndromes eingesetzt werden. Wir untersuchten die diagnostische Wertigkeit beider Verfahren zur Fruhdiagnose und Differenzierung atypischer Parkinson-Syndrome (APS). Methodik: Die Daten von 36 Patienten, welche sich mit der klinischen Verdachtsdiagnose eines APS zur kombinierten Bildgebung mittels PET und TCS vorstellten, wurden analysiert. Die FDG-PET wurde basierend auf a priori definierten Befundmustern visuell befundet (Schnittbilder der FDG-Aufnahme sowie voxel-basierte statistische Auswertung mittels Neurostat/3D-SSP). Die sonografische Diagnose wurde anhand vorab definierter Parameter (Echogenitat von Substantia nigra und Linsenkern; Durchmesser III. Ventrikel) vergeben. Zunachst wurden Patienten mit einem APS-typischen Befundmuster identifiziert und nachfolgend den APS-Subgruppen Multisystematrophie (MSA), progressive supranukleare Blickparese (PSP) oder kortikobasale Degeneration (CBD) zugeordnet. Ergebnisse: Nach einer mittleren Follow-up Dauer von 9 Monaten wurden folgende finale klinische Diagnosen (Referenzstandard) gestellt: Morbus Parkinson (n=15), MSA (n=9), PSP (n=7) und CBD (n=5) (n=21 APS gesamt). Bei 6 Patienten (4 APS) war die TCS aufgrund eines insuffizienten Schallfensters nicht durchfuhrbar. Insgesamt wurden 30 Patienten in der statistischen Auswertung berucksichtigt. Die Sensitivitat und Spezifitat der FDG-PET fur die Diagnose des APS betrug 82% bzw. 100% und der TCS 82% bzw. 85%. Die diagnostische Genauigkeit der FDG-PET (90%) und der TCS (83%; p=0,69) fur die Diagnose des APS unterschied sich nicht. Zudem fand sich kein Unterschied beim Vergleich der diagnostischen Genauigkeit der Subgruppenklassifikation (non-APS, MSA, PSP, CBD) zwischen beiden Untersuchungsverfahren (FDG-PET 87%; TCS 83%, p=1,00). Schlussfolgerung: Die diagnostische Genauigkeit der FDG-PET und der TCS ist vergleichbar bei der Differenzialdiagnose des Parkinson-Syndroms. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie unterstreichen den Einsatz der TCS und erfordern eine prospektive Validierung.