Normaldruckhydrocephalus und Morbus Parkinson – Beiträge der Bewegungswissenschaft zur Charakterisierung motorischer und sensorischer Symptome sowie zur Evaluation der Shunt-Therapie und der tiefen Hirnstimulation
Normaldruckhydrocephalus und Morbus Parkinson – Beiträge der Bewegungswissenschaft zur Charakterisierung motorischer und sensorischer Symptome sowie zur Evaluation der Shunt-Therapie und der tiefen Hirnstimulation
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Original abstract
Normaldruckhydrocephalus und Morbus Parkinson zählen zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen bei älteren Menschen. Neben den axialen motorischen Symptomen Gleichgewichts- und Gangstörungen können beide Erkrankungen auch von Funktionsstörungen zahlreicher sensorischer Systeme begleitet werden, unter anderem durch eine potenziell beeinträchtigte Wahrnehmung taktiler Reize. Zur Behandlung dieser Symptome kommen meist die Shunt-Therapie bei Normaldruckhydrocephalus sowie die tiefe Hirnstimulation bei Morbus Parkinson zum Einsatz. Diese kumulative Dissertation basiert auf drei wissenschaftlichen Publikationen und setzt sich daher mit verschiedenen Schwerpunkten auseinander: Zum einen sollen Parameter identifiziert werden, die zur Charakterisierung der axialen motorischen Symptome Gleichgewichts- und Gangstörungen bei Patienten mit Normaldruckhydrocephalus und bei Patienten mit Morbus Parkinson sowie zur Beurteilung therapieinduzierter Effekte dienen. Zum anderen wird untersucht, inwiefern sich die pathophysiologischen Mechanismen dieser Erkrankungen sowie deren Therapien auf die Funktion plantarer kutaner Mechanorezeptoren bzw. auf die Wahrnehmung vibrotaktiler Reize an der Fußsohle auswirken. In diesem Zusammenhang wird auch untersucht, inwiefern derartige potenzielle sensorische Beeinträchtigungen zu den axialen motorischen Symptomen Gleichgewichts- und Gangstörungen beitragen. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen werden mögliche Anwendungskonzepte diskutiert, um aufzuzeigen, welche Beiträge die Bewegungswissenschaft zur Diagnostik und Therapie von Normaldruckhydrocephalus und Morbus Parkinson leisten kann, um den Herausforderungen einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft zu begegnen.