Emotionserkennung und Alexithymie bei Morbus Parkinson
Emotionserkennung und Alexithymie bei Morbus Parkinson
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Original abstract
Hintergrund: Basisemotionen werden uber die Mimik ausgedruckt und sind ein wichtiger Kommunikator zur Ausenwelt. Patienten mit Parkinson verlieren diese Fahigkeit aufgrund des haufig auftretenden so genannten Maskengesichts. Ziel: Das Ziel dieser Arbeit war es, Unterschiede hinsichtlich der Emotionserkennung und -wahrnehmung zwischen Patienten mit Parkinson und gesunden Menschen zu identifizieren. Methode: 34 medikamentos eingestellte Patienten mit Parkinson wurden anhand des Facially Expressed Emotion Labeling Tests (FEEL) auf ihre Emotionserkennung anderer Personen und anhand der Toronto-Alexithymie-Skala-26 (TAS) auf ihre Wahrnehmung der eigenen Emotionen untersucht. Die Ergebnisse wurden mit den Daten aus bereits vorliegenden Studien verglichen. Ergebnisse: Patienten mit Parkinson hatten signifikante Probleme beim Erkennen von Emotionen in der Mimik im Vergleich zu Gesunden (p ≤ 0,001). Zusatzlich brauchten sie signifikant langer, die Ausdrucke den korrekten Emotionen zuzuordnen (p ≤ 0,001). Dabei korrelierte das Endergebnis des FEEL-Tests sehr stark mit der Reaktionszeit (p ≤ 0,001; r = –0,665). Auch die Wahrnehmung der eigenen Emotionen (TAS-26) war bei ihnen stark eingeschrankt (p ≤ 0,001). Der Zusammenhang zwischen den Ergebnissen des FEEL-Tests und der TAS-26 war gering (p = 0,020; r = –0,404). Schlussfolgerung: Patienten mit Parkinson zeigten Beeintrachtigungen, Gesichtsausdrucke zu erkennen und sie den passenden Emotionen zuzuordnen. Merkmale einer Alexithymie konnten aber nicht festgestellt werden. Patienten mit einer guten Emotionserkennung scheinen geringere Schwierigkeiten zu haben, ihre eigenen Gefuhle wahrzunehmen.