Systematisches Review und Metaanalyse: Differenzierung von Patient*innen mit Morbus Parkinson und leichten kognitiven Beeinträchtigungen und mit Parkinson-Demenz anhand visuo-kognitiver Testverfahren
Systematisches Review und Metaanalyse: Differenzierung von Patient*innen mit Morbus Parkinson und leichten kognitiven Beeinträchtigungen und mit Parkinson-Demenz anhand visuo-kognitiver Testverfahren
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Original abstract
Einleitung: Visuo-kognitive Beeinträchtigungen treten bei Patient*innen mit Morbus Parkinson (engl. Parkinson’s Disease, PD) häufig auf, sind zentraler Bestandteil der Diagnostik von leichten kognitiven Beeinträchtigungen (engl. PD-Mild Cognitive Impairment, PD-MCI) und von Demenzen (engl. PD-Dementia, PD-D) und können durch visuo-kognitive Testverfahren erfasst werden. Bisher wurde die Eignung der teilweise sehr unterschiedlichen Testverfahren zur Differenzierung von Patient*innen mit PD-MCI und PD-D kaum untersucht. Die explorativen Fragestellungen lauten (1) welche visuo-kognitiven Testverfahren bei Patient*innen mit PD-MCI und PD-D eingesetzt werden, (2) welche visuo-kognitiven Testverfahren dabei am häufigsten eingesetzt werden, (3) welche der drei visuo-kognitiven Subdomänen visuo-perzeptive Fähigkeiten, visuell-räumliche Fähigkeiten und visuo-konstruktive Fähigkeiten am besten zwischen den beiden Gruppen differenziert und (4) welche die am besten zur Differenzierung der Gruppen geeigneten Tests innerhalb der Subdomänen sind. Methodik: Es erfolgte ein systematisches Review und eine Metaanalyse. Ergebnisse: Es wurden 33 Studien mit 21 visuo-kognitiven Testverfahren in die Arbeit eingeschlossen.Visuo-konstruktive Testverfahren werden am häufigsten eingesetzt, insbesondere Versionen des CDT (Clock Drawing Test) und die Teilaufgaben des ROCF (Rey Osterrieth Complex Figure Test). Am zweithäufigsten kommen visuell-räumliche Testverfahren zum Einsatz, am seltensten visuo-perzeptive Testverfahren. Den größten Effekt bei der Differenzierung von Patient*innen mit PD-MCI und PD-D zeigen visuo-konstruktive Testverfahren, besonders die Teilaufgaben des ROCF sowie die Versionen des CDT scheinen geeignet zu sein. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse der Metaanalysen verdeutlichen Unterschiede in der Eignung der unterschiedlichen visuo-kognitiven Subdomänen und Testverfahren bei der Differenzierung von Patient*innen mit PD-MCI und PD-D, welche in der zukünftigen Diagnostik und Erforschung visuo-kognitiver Beeinträchtigungen bei Patient*innen mit PD Anwendung finden sollten.