Die REM-Schlafverhaltensstörung bei neurodegenerativen Erkrankungen
Die REM-Schlafverhaltensstörung bei neurodegenerativen Erkrankungen
A plain-language reading has not been prepared for this paper yet.
Original abstract
Eine REM-Schlafverhaltensstorung wird polysomnografisch durch Nachweis eines Verlustes der physiologischen Muskelatonie im REM-Schlaf mit sichtbaren REM-assoziierten motorischen Verhaltensauffalligkeiten oder entsprechenden anamnestischen Hinweisen diagnostiziert. In ihrer idiopathischen Form fuhrt sie bei vielen Betroffenen nach im Mittel 14 Jahren zur Manifestation einer neurodegenerativen Erkrankung. Neuropathologisch lag bei 94% einer autopsierten Kohorte eine Synukleinopathie vor. In einer grosen Gruppe von de novo Parkinson-Patienten konnte allerdings nur in 25% der Falle eine REM-Schlafverhaltensstorung gemas den derzeit gultigen Diagnosekriterien gesichert werden. Eine Korrelation zu einem spezifischen Parkinson-Phanotyp ergab sich nicht. Im Verlauf der Erkrankung nimmt die Manifestation der REM-Schlafverhaltensstorung zu: In einer grosen Kohorte schlafgestorter Parkinson-Patienten unter fortlaufender dopaminerger Behandlung zeigten 46% eine REM-Schlafverhaltensstorung, die somit eine wichtige Differenzialdiagnose nachtlicher Verhaltensauffalligkeiten darstellt und wahrscheinlich den Eintritt in eine fortgeschrittenere Phase der Erkrankung signalisiert. Therapieempfehlungen umfassen derzeit Aufklarung und Modifikation der Schlafumgebung, sowie den Einsatz von Clonazepam und Melatonin.