Therapeutische Konzepte bei verschiedenen Demenzformen
Therapeutische Konzepte bei verschiedenen Demenzformen
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Original abstract
Wenn man sich mit der Behandlung der Demenz befast, mus man zunachst klaren, wie man diese Funktionsstorung definieren will. Fruher wurde die Demenz als eine dauernde, irreversible und progrediente Storung intellektueller Funktionen und der Personlichkeit angesehen. Diese Betrachtungsweise ist zumindest im angloamerikanischen Sprachraum aufgegeben worden, nachdem gezeigt werden konnte, das es eine nicht unbetrachtliche, auf 10–30% geschatzte Zahl von potentiell reversiblen Demenzformen gibt (Marsden u. Harrison 1972; Freemon 1976; Cummings et al. 1980). Fur diese Demenzformen kommen eine ganze Reihe von Ursachen in Betracht, die einmal im Gehirn selbst liegen konnen, zum anderen auf metabolischen, toxischen, entzundlichen und kreislaufabhangigen Einwirkungen beruhen konnen (Tabelle 1). Zweifellos last sich daruber diskutieren, ob es zweckmasig ist, diese symptomatischen, psychoorganischen Funktionsstorungen als reversible Demenz zu klassifizieren. Es ist jedoch nicht zu verkennen, das eine solche Differenzierung dazu beitragen kann, grose diagnostische Sorgfalt walten zu lassen und einem therapeutischen Nihilismus entgegenzuwirken. Das erscheint in der uberwiegend betroffenen hoheren Altersgruppe von erheblicher Bedeutung. Das therapeutische Vorgehen wird sich in diesen Fallen soweit wie moglich auf die Ausschaltung der Demenzursache richten. Auf die im einzelnen zu ergreifenden Masnahmen und die jeweiligen Erfolgsaussichten soll hier nicht naher eingegangen werden.