Komorbide kognitive Dysfunktionen
Komorbide kognitive Dysfunktionen
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Original abstract
ZusammenfassungBei vielen neurologischen Erkrankungen kommt den kognitiven Symptomen zunehmend Aufmerksamkeit zu, weil diese z. B. wesentlichen Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen nehmen. Oft sind bei verschiede-nen Erkrankungen unterschiedliche kognitive Domänen betroffen. Während Patienten mit Parkinson-Krankheit früh im Krankheitsverlauf exekutive Dysfunktionen entwickeln, treten bei Patienten mit Temporallappenepilep-sie vor allem Gedächtnisdefizite auf. Verschiedene psychometrische Verfahren stehen zur Diagnostik kognitiver Leistungseinbußen zur Verfügung. Neben zeitökonomischen Scree-ningverfahren, können elaborierte neuropsychologische Testverfahren zur Anwendung kommen, die eine differenzierte Aussage über das kognitive Leistungsprofil erlauben. Neben kognitiven Leistungseinbußen können wie bei Multipler Sklerose die Fatigue-Symptomatik zusätzlich weitere Syndrome auftreten, die Einfluss auf die neuropsychologische Untersuchung nehmen können. Teilweise erfordert die zugrunde liegende neurologische Erkran-kung eine Adaptation der neuropsychologi-schen Untersuchung, wenn z. B. nach Schlaganfall neben kognitiven Defiziten ebenfalls körperliche Funktionseinbußen bestehen.