Exkurs: Affektive Störungen bei Morbus Parkinson
Exkurs: Affektive Störungen bei Morbus Parkinson
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Original abstract
Parkinsonpatienten leiden haufig unter affektiven Storungen, vor allem unter Depression und Angst (Schiffer et al. 1988, Stein et al. 1990). Die in der Literatur beschriebenen Pravalenzraten fur das Vorliegen einer Depression bei der Parkinsonkrankheit reichen von vier bis 90% bei einer mittleren Haufigkeit von etwa 40–50% (Levin et al. 1988, Cummings 1992). Depressive Parkinsonpatienten haben einen verminderten Antrieb, sind wegen ihrer Gesundheit besorgt, ausern somatische Beschwerden, sind pessimistisch und betrachten ihre Lage oft als aussichtslos. Suizidgedanken kommen bei Parkinsonkranken vor, Suizide sind jedoch selten. Depression wird zuweilen bereits vor der Parkinsondiagnose beobachtet, tritt haufig etwa zum Zeitpunkt der Diagnosestellung auf und erscheint bei einer Reihe von Parkinsonpatienten erst im weiteren Verlauf der Krankheit.