Das Delir beim idiopathischen Parkinson-Syndrom
Das Delir beim idiopathischen Parkinson-Syndrom
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Original abstract
Zusammenfassung Hintergrund Die Entwicklung eines Delirs im Rahmen eines idiopathischen Parkinson-Syndrom (IPS) ist eine gefürchtete Komplikation, die mit einem hohen Risiko für langanhaltende Verschlechterungen von Motorik und Psychopathologie einhergeht. Bisher liegen nur unzureichende Kenntnisse zu Prävalenz, Inzidenz, Verlauf und Prognose vor. Ebenso fehlen klinische Studien, aus denen sich Empfehlungen zum evidenzbasierten Management des Delirs bei IPS ableiten lassen. Ziel der Arbeit/Fragestellung Darstellung des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstandes des Delirs beim IPS und Sensibilisierung für diese wichtige Krankheitsentität. Methoden Die Literatursuche wurde in PubMed durchgeführt. Ergebnisse Das IPS ist ein unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung eines Delirs. IPS-Patienten zeigen nach einem Delir anhaltende Verschlechterungen sowohl der Kognition als auch der motorischen Symptomatik. Diskussion Bislang existieren keine validierten Bewertungsskalen zur Erkennung und Verlaufsbeurteilung des Delirs beim IPS. Präventive und nichtpharmakologische Maßnahmen sollten konsequent und strukturiert angewandt werden. Die medikamentöse Behandlung mit Quetiapin und Clozapin ist bisher noch unzureichend untersucht, während andere Neuroleptika aufgrund ihrer dopaminantagonistischen Wirkung zur Behandlung des Delirs beim IPS kontraindiziert sind.