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Physikalische Analysen extrapyramidaler Bewegungsstörungen

Physikalische Analysen extrapyramidaler Bewegungsstörungen

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Mit einem Kleinstroboskop wurden drei Bewegungsformen (Fuhrung —Schwung —Stos) beim Parkinson, Chorea und cerebellaren Syndrom registriert. Aus den Geschwindigkeitund Beschleunigungskurven wurden charakteristische mathematische Kriterien abgeleitet. Das Beschleunigungsmaximum des Normalen ist bei der Fuhrungsbewegung am geringsten, beim Schwung groser, beim Stos am grosten. Das kinetische Energiepotential ist bei der Fuhrungsbewegung klein, beim Schwung 6 mal und beim Stos 3 mal so gros. Als gemeinsames mathematisches Kriterium der verschiedenen extrapyramidalen Syndrome wurde die geringe Variabilitat des Energieeinsatzes aufgezeigt. Wahrend fur die motorische Schablone des Parkinson das geringe Beschleunigungsund Verzogerungsmaximum und die geringe kinetische Energie aller Bewegungsablaufe spezifisch ist, scheint beim choreatischen und beim cerebellaren Syndrom ein ubernormales kinetisches Energiepotential auf. Der Cerebellare zeigt ferner bei der Fuhrungsbewegung das groste Beschleunigungsmaximum und beim Stos das groste Verzogerungsmaximum. Das choreatische Syndrom ist durch das hohe Beschleunigungs und Verzogerungsmaximum und durch eine dem Normalen eingenaherte Form der kinetischen Energieproduktion charakterisiert.

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