Ergebnisse der medikamentösen Parkinson-Therapie. Modifizierende und limitierende Faktoren
Ergebnisse der medikamentösen Parkinson-Therapie. Modifizierende und limitierende Faktoren
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Original abstract
Die medikamentose Parkinson-Therapie bestand seit 1867 uber fast ein Jahrhundert in der Gabe von anticholinerg wirkenden Substanzen. Im letzten Jahrzehnt haben sich nach Einfuhrung von L-Dopa, L-Dopa-Decarboxylasehemmerkombi-nationen, Amantadinen, Dopaminagonisten und MAO-Hemmern, die medikamentosen Behandlungsmoglichkeiten vervielfacht und die Therapieresultate ganz wesentlich verbessert. Dies wird nicht zuletzt auch durch den drastischen Ruckgang stereotaktischer Operationen beim Parkinson-Syndrom dokumentiert (Siegfried 1980). Fur den einzelnen Patienten mus unter den zur Verfugung stehenden zahlreichen Praparaten der genannten Medikamentengruppen eine Auswahl getroffen und auch die Frage beantwortet werden, ob eine Mono-oder Kombinationstherapie zur Anwendung kommen soll. Keines der bisher bekannten medikamentosen oder operativen Behandlungsverfahren ist in der Lage, den zerebralen Grundprozes positiv zu beeinflussen oder sogar zum Stillstand zu bringen. Dies bedeutet, das beim Parkinson-Syndrom jede Therapie als Langzeitbehandlung konzipiert werden mus, wahrend deren Laufzeit eine Progredienz des Basisprozesses in der Substantia nigra in Rechnung zu stellen ist.