Langzeitverlauf der Parkinson-Erkrankung
Langzeitverlauf der Parkinson-Erkrankung
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Original abstract
ZusammenfassungDas idiopathische Parkinsonsyndrom (IPS) verläuft chronisch progredient und führt langfristig bei den meisten Betroffenen zu Behinderung, Demenz und verminderter Lebenserwartung. In neuen Langzeitstudien wurde gezeigt, dass doparesistente Symptome wie Gleichgewichtsstörungen, Dysarthrie und Dysphagie in den Spätstadien maßgeblich für die motorische Behinderung sind. Mortalität und Pflegebedürftigkeit sind eng mit dem Auftreten von Demenz und Halluzinationen assoziiert. Der wichtigste Risikofaktor für das Auftreten dieser Komplikationen ist das Alter bei Erkrankungsbeginn. Stürze, Demenz und Halluzinationen manifestieren sich bei Patienten mit frühem Krankheitsbeginn erst nach deutlich längerem Verlauf als bei spätem Beginn des IPS. Weitere verlaufsrelevante Faktoren sind kognitive Störungen, motorischer Subtyp des IPS, Pharmakoresponsivität und genetische Disposition. Ob initial eine Behandlung mit L-Dopa oder Dopaminagonisten erfolgte war in Studien mit mehr als zehnjähriger Beobachtungsdauer für die langfristige Prognose von untergeordneter Bedeutung.