Die Bewegungstherapie des Morbus Parkinson
Die Bewegungstherapie des Morbus Parkinson
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Original abstract
ZusammenfassungAngesichts der überragenden Bedeutung der Pharmakotherapie konzentriert sich die Bewegungstherapie auf die ganz konkrete Optimierung wiederkehrender Hand-lungen im Alltag: Einführung von Hilfsmitteln, Prophylaxe von Kontrakturen und Muskelverkürzungen, Tagesstruktur, Miteinbezug der Angehörigen. Die konkreten bewegungstherapeutischen Methoden basieren auf der speziellen »Parkinson-Motorik«: Der zähflüssige Widerstand gegen das Dynamische, die verkürzte Handlungsgrammatik, die kontraproduktive Angst der Gleichgewichtsunsicherheit sowie die Dystonien.Der nur symptomatisch wirksamen Bewegungstherapie stehen zwei wesentliche therapeutisch wirksame sensomotorische Prinzipien zur Verfügung: der systematische Einsatz aller bewegungsstimulierenden Signalgeber und die Parzellierung von Standard-Alltagshandlungen in Bewegungsbausteine, die sekundär formelhaft miteinander verbunden werden. Realisiert wird die Bewegungstherapie in Form von gelegentlichen Einzeltherapien zur Lösung der individuellen Probleme und in Form einer wöchentlichen Gruppentherapie, die wünschenswert über lange Zeit angeboten werden sollte. Bei der Realisierung ist auf die intellektuelle und psychosoziale Situation sowie auf die Würde des Patienten zu achten.