Subjektives Wohlbefinden bei Morbus Parkinson
Subjektives Wohlbefinden bei Morbus Parkinson
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Original abstract
Zusammenfassung. Ziel der Untersuchung/Fragestellung: In der vorliegenden Studie wird das subjektive Wohlbefinden nach Ryff erstmals an einer Stichprobe von Parkinsonpatienten untersucht. Es soll eruiert werden, durch welche Faktoren das Wohlbefinden beeinflusst wird. Aus diesem Grund werden entsprechend einer ressourcenorientierten Sichtweise auch die Depressivität, die Krankheitsverarbeitung und der Schweregrad der Erkrankung erhoben. Methode: Die Rekrutierung der Parkinsonstichprobe fand über die Medizinische Universität Wien, Neurologie statt. Ingesamt werden 51 Parkinsonpatienten (Durchschnittsalter: 67,7; Frauen: 43,1%; Männer: 56,9%) und 59 Personen ohne neurologische Erkrankung (Durchschnittsalter: 65,7; Frauen: 54,2%; Männer: 45,8%) mittels umfassender Fragebogenbatterie befragt: Ryff-Skala zu Erfassung des subjektiven Wohlbefindens, Freiburger Fragebogen zur Krankheitsverarbeitung (FKV) und Geriatrische Depressions Skala (GDS). Die Auswertung erfolgte mittels multipler Korrelationen, U-Tests und multivariaten Varianzanalysen. Ergebnisse: Parkinsonpatienten, charakterisiert durch eine stärkere depressive Tendenz und geringeren Einsatz eines aktiven Copingstils, weisen im Vergleich zu nicht-neurologisch Erkrankten ein geringeres subjektives Wohlbefinden auf. Auch Schweregrad und Dauer der Erkrankung zeigen sich mit dem Wohlbefinden assoziiert. Schlussfolgerung: Wie die Studienergebnisse deutlich machen, sei empfohlen neben der medizinischen Befunderhebung auch die psychologische Diagnostik in die Routineuntersuchung von Parkinsonpatienten zu implementieren. Denn nicht nur der Schweregrad der motorischen Symptome der neurologischen Erkrankung, auch die Entwicklung einer Depression sowie daraus resultierend die Art der Krankheitsbewältigung tragen erheblich zur Wohlbefindenseinschätzung bei. Nur durch ressourcenzentrierte psychologische Therapieansätze ist die Erhaltung der Lebensqualität mit zunehmender Schwere und Dauer der Parkinsonerkrankung möglich.