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Der Effekt von Sturzangst und vorhergehenden Stürzen auf die Gangvariabilität bei idiopathischem Parkinsonsyndrom

Der Effekt von Sturzangst und vorhergehenden Stürzen auf die Gangvariabilität bei idiopathischem Parkinsonsyndrom

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Es wurde bereits wiederholt in leichten und moderaten Stadien des idiopathischen Parkinson-Syndroms (IPS) gezeigt, dass eine Einschränkung des dynamischen Gleichgewichts (gemessen an der Zunahme der Gangvariabilität, messbar z.B. mit tragbaren Sensoren) zu einem erhöhten Sturzrisiko führt. Darüber hinaus sind eine positive Sturzanamnese und noch stärker Sturzangst zuverlässige Prädiktoren für zukünftige Sturzereignisse. Im Rahmen dieser Arbeit wurde erstmals an Patienten mit fortgeschrittenem IPS in supervidierter Umgebung untersucht, wie sich Sturzangst und vorhergehende Stürze auf die Gangvariabilität auswirken. Bei schnellem Gehen sagten allein die vorhergehenden Stürze die Gangvariabilität signifikant voraus (p = .032). Bei Durchführung des DTmm wurde die Zunahme der Gangvariabilität ebenfalls durch vorhergehende Stürze erklärt (p = .031). Die Sturzangst war in keiner der vier Aufgaben signifikant mit der Gangvariabilität assoziiert. Unser Ergebnis bestätigt, dass bei hoher Gangvariabilität ein erhöhtes Sturzrisiko besteht. Dieser Zusammenhang sollte weiter untersucht werden, v.a. hinsichtlich des therapeutischen Potentials von Gangvariabilitätstraining bei fortgeschrittenem IPS. Interessanterweise zeigte sich der Zusammenhang nur bei schnellem Gehen und DTmm. Ein Vermeiden dieser Gangkonditionen könnte das Sturzrisiko im Alltag senken. Das überraschende Fehlen eines signifikanten Zusammenhangs zwischen Sturzangst und Gangvariabilität spricht gegen eine Priorisierung von Sturzangstreduktion bei den therapeutischen Überlegungen in dieser Kohorte.

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