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Die Versorgung von Patienten mit idiopathischem Parkinson-Syndrom auf dem Prüfstand

Die Versorgung von Patienten mit idiopathischem Parkinson-Syndrom auf dem Prüfstand

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Die Zunahme der neurodegenerativen Erkrankungen und der dadurch entstehenden Belastung des Gesundheitswesens erfordert eine Effektivitätsbewertung der etablierten Verfahren unter Alltagsbedingungen. Aktuell wird die Versorgung hauptsächlich aus ökonomischer Sicht beurteilt. In dieser Arbeit wird über den ökonomischen Aspekt hinaus das Ziel verfolgt, die Versorgung aus der Perspektive der Patienten mit Morbus Parkinson sowie ihrer Angehörigen in ihrer Wirksamkeit zu beleuchten. Als Instrument wird das Gruppendiskussionsverfahren angewendet. Die erhobenen Daten werden mittels Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Neben der Identifikation der Versorgungsprobleme wurden Verbesserungsoptionen auf Basis der Patientenbefragung vorgeschlagen. Zusätzlich wurden zur Differenzierung der krankheitsspezifischen Versorgungsprobleme und Plausibilitätsprüfung die Hauptergebnisse mit den Studien der chronischen Herzinsuffizienz und Depression verglichen. Die Versorgungsqualität der Patienten stellt sich als unbefriedigend heraus und entspricht nicht den Empfehlungen der aktuellen Behandlungsleitlinien. Die Defizite in der Arzneimittelversorgung manifestieren sich im häufigen Medikamentenwechsel im Rahmen der Rabattverträge, die nicht nur die Therapietreue beim Patienten reduzieren, sondern auch zu Therapieproblemen führen. Im Ablauf der medizinischen Versorgung werden bemerkenswerte Schwächen bei der Umsetzung der integrierten Versorgungsformen festgestellt. Weiterhin liegt der aktuelle Fokus der medizinischen Versorgung vorwiegend auf einer medikamentösen Therapie und weniger auf der Rehabilitation. Als Lösungsansätze werden zuerst die Etablierung eines integrierten und indikationsbezogenen Versorgungskonzepts und der praxisorientierten Leitlinien diskutiert. Des Weiteren soll die Förderung der Akzeptanz für die Rehabilitation, unter anderem durch spezifische Weiterbildung und Qualitätsberichterstattung sowie Erweiterung der ambulanten Nachsorgeeinrichtungen in den Mittelpunkt rücken. Auch stellt sich der Zugang zu Gesundheitsleistungen in den ländlichen Regionen eine große Hürde dar. Schließlich wird die Ergebnisqualität als defizitär erkannt. Die patientengestützte Nutzenbewertung von Gesundheitsleistungen ergibt sich als zu lösende Herausforderung. Durch das geschaffene Studienkonzept konnten bedeutsame Problemfelder des Gesundheitssystems herausgefunden werden. Die erfassten Informationen reflektieren die tatsächlich auftretende Versorgungssituation und können bei der Optimierung von Strukturen und Prozessen verwendet werden. Die Methode kann genutzt werden, um weitere indikationsspezifische Versorgungsprobleme und Verbesserungspotenziale des Gesundheitswesens zu identifizieren.

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