Klinische Differentialdiagnose der Parkinson-Syndrome
Klinische Differentialdiagnose der Parkinson-Syndrome
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Original abstract
James Parkinson beschrieb 1817 in seiner Monographie An Essay on the Shaking Palsy 6 Patienten mit einem einheitlichen neurologischen Syndrom. Einen dieser Falle betreute er bis an dessen Lebensende hausarztlich, und er grenzte eine charakteristische Symptomkonstellation aus Ruhetremor, allgemeiner Bewegungsverlangsamung mit charakteristischen Gang- und Haltungsstorungen sowie Veranderung des Muskeltonus ab. Etwa 100 Jahre spater erkannte Tretiakoff (1919) einen Verlust melaninhaltiger Nervenzellen der Substantia nigra als wesentliches neuropathologisches Substrat dieses Syndroms. Friedrich Lewy (1912) beschrieb daruber hinaus charakteristische intraneuronale, zyto-plasmatische Einschluskorperchen in Form eosinophiler runder Gebilde als typisch fur die Neuropathologie der Erkrankung. Ein therapeutisch entscheidender Durchbruch in der Pathogeneseforschung dieser Erkrankung gelang Ehringer und Hornykiewicz 1961 mit dem Nachweis eines Striatalen Dopaminmangels im postmortalen Hirngewebe von Parkinson-Patienten.