Die Paralysis agitans (Schüttellähmung)
Die Paralysis agitans (Schüttellähmung)
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Original abstract
Dem Englander James Parkinson gelang es vor ca. 100 Jahren, aus der Reihe der mit Zittern einhergehenden Zustande eine besondere Form herauszuheben, deren Merkmale er in einer klassischen monographischen Studie festgelegt hat. Die grose Schwierigkeit fur das pathogenetische Verstandnis der „shaking palsy“ (Schuttellahmung) liegt in dem Mangel einer einheitlichen anatomischen Grundlage. Seitdem wir das Zentralorgan mit verfeinerten histologisch-technischen Methoden durchforschen, konnen wir in der Mehrzahl der Paralysisfalle einen positiven Befund erheben. Die teils mikroskopisch, teils makroskopisch nachweisbaren Veranderungen, welche entweder diffuse Verbreitung zeigen oder sich auf bestimmte Hirngebiete (Zentralganglien) lokalisieren, bestehen hauptsachlich in skierotischen Prozessen der Arterien und kleinzelligen perivaskularen Infiltraten. Ueber die Deutung des anatomischen Befundes gehen die Meinungen der Autoren auseinander, speziell untersteht die Frage der Diskussion, ob die anatomischen Befunde das Substrat der Paralysis agitans bilden oder als senilarteriosklerotische Veranderungen anzusehen sind. Analoge Veranderungen finden sich auch in der Substanz des Ruckenmarks; bemerkenswert ist ferner der Ganglienzellenzerfall im Hals- und Lendenmark.