Biochemische Hypothesen psychogeriatrischer Erkrankungen
Biochemische Hypothesen psychogeriatrischer Erkrankungen
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Original abstract
Die Anzahl alter Menschen an der Gesamtbevolkerung hat in den entwickelten Industrienationen in diesem Jahrhundert stark zugenommen und wird noch weiter steigen. Daher besteht ein groses Forschungsinteresse an den biologischen Mechanismen des physiologischen Alterns und von Alterserkrankungen, wie z.B. Morbus Parkinson oder Morbus Alzheimer. Grose Anstrengungen werden unternommen, Erkenntnisse zu gewinnen, um so die Progredienz des Alterungsprozesses und der beispielhaft genannten Erkrankungen zu verzogern, wenn moglich sogar aufzuhalten. In diesem Kontext ist die Beschaftigung mit Neurotransmittern, den chemischen Ubertragerstoffen zentraler und peripherer Synapsen, besonders interessant. Dabei bestimmen Art, biologische Eigenschaften und Empfindlichkeit von Nervenzellen sowie die speziellen Verknupfungen miteinander eine besondere Rolle. Die komplexen Interaktionen zwischen neuronalen Systemen sind es, die beim Gesunden harmonieren und beim Kranken entgleisen. Es mag einfuhlbar sein, das diese Interaktionen in der fruhen Kindheit, in der Jugend sowie beim Erwachsenen und im Alter unterschiedlich und mit anderen neuronalen Prioritaten gerichtet sind. Tatsachlich zeigen ontogenetische Studien verschiedener Rezeptorsysteme, Enzyme, aber auch von Neurotransmittern und ihren Abbauprodukten derartige Veranderungen an. Es ist dabei interessant festzustellen, das nun die einzelnen Systeme unterschiedlichen Veranderungen unterworfen sind. Sind verschiedene Neurotransmittersysteme miteinander verschaltet, z.B. im Motorloop, beeinflussen sie sich uber die Zeit mit unterschiedlicher Qualitat.