Medikamentöse Kombinationsbehandlung bei schizophrener Minussymptomatik
Medikamentöse Kombinationsbehandlung bei schizophrener Minussymptomatik
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Original abstract
Zur symptomatischen und rezidivprophylaktischen Behandlung schizophrener Psychosen werden sowohl bei stationaren wie bei ambulanten Patienten neben einer Monotherapie mit Neuroleptika verschiedene Psychopharmaka miteinander kombiniert. Derartige Kombinationsstrategien (Tabelle 1) beruhen teils auf durch wenige kontrollierte Untersuchungen abgesicherten, empirischen Befunden, teils auf Hypothesen zum Wirkungsmechanismus einzelner Stoffgruppen und der Pathophysiologie einzelner psychiatrischer Syndrome. Zu den empirisch entwickelten Kombinationsstrategien gehort z. B. die Kombination hoch- und niederpotenter Neuroleptika oder die zusatzliche Gabe von Tranquilizern, Antidepressiva, Lithium, Antikonvulsiva und Beta-Rezeptorenblockern. Auf Hypothesen zur Entstehung des neuroleptisch bedingten Parkinson-Syndroms und das anticholinerge bzw. dopaminerge Wirkprinzip von Antiparkinsonmitteln stutzen sich demgegenuber der Einsatz von Dopaminrezeptoragonisten (Bromocriptin, L-Dopa) oder Anticholinergika (Biperiden).