Vegetativ-affektive Dekompensation
Vegetativ-affektive Dekompensation
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Original abstract
Die Voraussetzung unseres normalen Befindens und Verhaltens ist — wie wiederholt angefuhrt — eine Balance zwischen den verschiedenen Neurotransmitter- und Neuropeptidsystemen. Diese Balance wird durch Feedbackmechanismen aufrechterhalten. Als klinisches Beispiel wollen wir das strionigrale GABA-System erwahnen. Dieser Neurotransmitter wird vom Striatum auf einer GABA-ergen Bahn zur Substantia nigra geleitet. Dort blockiert GABA die DA-Aktivitat der Substantia-nigra-Zellen und damit den DA-Transport zum Striatum. Ist das DA-Niveau im Striatum zu niedrig, dann wird per Feedbackmechanismus eine Hemmung der GABA-ergen Aktivitat ausgelost. Die dadurch verminderte GABA-Konzentration in den Zellen der Substantia nigra vermehrt das DA-Angebot im Striatum. Durch Stimulierung der DA-Synthese der Substantia-nigra-Zellen wird die Akinesie des Parkinson-Kranken verbessert. Umgekehrt entsteht durch eine zu hohe DA-Aktivitat im Striatum gleichfalls eine Feedbackregulierung der GABA-ergen Aktivitat. Die durch Feedbackmechanismen aufrechterhaltene Balance der Neurotransmitter im Striatum ist somit die Voraussetzung unserer im Normenbereich ablaufenden Instinktbewegung.