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Unterwegs mit Parkinson – eine bewegungsorientierte Übungsbox für die Logopädie – Inwiefern bewährt sich diese in der therapeutischen Praxis?

Unterwegs mit Parkinson – eine bewegungsorientierte Übungsbox für die Logopädie – Inwiefern bewährt sich diese in der therapeutischen Praxis?

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Morbus Parkinson wird in unserer Gesellschaft je länger, je relevanter, da immer mehr Menschen davon betroffen sind und sich die Krankheit in mindestens 75 Prozent der Fälle auch auf das Sprechen auswirkt. Mit der vorliegenden Bachelorarbeit wurde eine Übungsbox für die Praxis entworfen mit dem Ziel, die Betroffenen beim Erhalt oder bei der Verbesserung der Körperfunktionen und -strukturen auf Ebene der Sprech- und Stimmfunktion gemäss ICF zu unterstützen. Mit für die Patient*innen alltagsrelevanten und motivierenden Übungen für die Therapie und Eigentherapie wurden bei der Entwicklung zudem die Aktivität und die Teilhabe berücksichtigt. Die Fragestellung der Arbeit war: «Unterwegs mit Parkinson – eine bewegungsorientierte Übungsbox für die Logopädie – Inwiefern bewährt sich diese in der therapeutischen Praxis?». Um diese Frage zu beantworten, wurde zuerst eine Übungssammlung für Betroffene entworfen und auf Basis eines Leitfadeninterviews qualitativ ausgewertet. Mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen wurde der Prototyp der Übungsbox entwickelt. Diese wurden von sieben Logopäd*innen im klinischen Bereich mit je einer Patientin/einem Patienten in der Praxis getestet und evaluiert. Die qualitative und quantitative Evaluation der schriftlichen Befragung hat gezeigt, dass sich insbesondere die beübten Funktionskreise Artikulation und Phonation sowie die Mimik nach dreiwöchiger Übungsphase verbessert haben. So ergab sich nach Einschätzung der Patient*innen durch die Testpersonen in diesen Bereichen eine Verbesserung von 67 Prozent nach Einsatz der Übungsbox. Auch in Bereichen, die nicht gezielt beübt wurden, z. B. Tonusregulation und Haltung, konnten gemäss den Logopäd*innen Verbesserungen festgestellt werden. Mehr als die Hälfte der Proband*innen beurteilte den Einsatz von Hilfsmitteln in die Übungen als hilfreich. Zudem bewerteten zwei von sieben Logopäd*innen den Einbezug von Bewegung als sehr positiv. Allerdings erwies sich bei Patient*innen mit ausgeprägter Symptomatik, wie starken motorischen Beeinträchtigungen, eine bewegungsgestützte Umsetzung der Übungen als schwierig. Zusammenfassend hat sich die Übungsbox in der Praxis bewährt und kann als kompaktes und wirksames Übungsmaterial für Parkinson-Patient*innen in der Therapie und im Alltag eingesetzt werden.

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