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Leberzysten – eine ausgeprägte Verlaufsform

Leberzysten – eine ausgeprägte Verlaufsform

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Eine 77-jahrige Patientin wurde mit Belastungsdyspnoe und Druckgefuhl im rechtsseitigen Abdomen aufgenommen. Sie berichtete, dass ihr Bauchumfang seit zwei Jahren zugenommen hatte. An relevanten Vorerkrankungen waren ein Parkinson-Syndrom, eine arterielle Hypertonie und ein Diabetes mellitus Typ 2 bekannt. Die korperliche Untersuchung ergab ein blasses Hautkolorit und auskultatorisch sowie perkutatorisch einen Zwerchfellhochstand rechts mit Dampfung des Atemgerausches und mittelblasigen Rasselgerauschen bei einer Atemfrequenz von 16/min. Abdominell war rechtsseitig eine Raumforderung palpabel. Die Laborwerte ergaben eine leichtgradige Anamie (Hamoglobin 11,4 g/dl, Norm 12–16) und eine Erhohung des C-reaktiven Proteins (110 mg/l, Norm < 5) und der g-GT (406 U/l, Norm < 38). In der Abdomensonographie wurde die Leber vergrosert, mit komprimierten Lebervenen dargestellt. Mehrere teils konfluierende Zysten konnten in beiden Leberlappen nachgewiesen werden. Die groste Leberzyste ging vom rechten Leberlappen aus. Zysten in anderen Organen konnten sonographisch ausgeschlossen werden. In der Abdomen-CT wurde die monstrose, rechtsseitige Zyste mit 30 x 20 cm gemessen, und es konnte die Verdrangung der rechten Niere nach medial-kaudal abgebildet werden (Abbildung 1). Im Rontgen-Thorax waren eine rechtsseitige Mittellappenteilatelektase und ein Zwerchfellhochstand rechts zu sehen. Bei erhohten Entzundungsparametern und Verdacht auf Pneumonie rechts wurde eine antibiotische The-

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