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Bewegung und neurologische Erkrankungen

Bewegung und neurologische Erkrankungen

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Neurologische und neurodegenerative Erkrankungen sind keine Seltenheit, Schlaganfalle und Demenzen entwickeln sich zu »Volkskrankheiten«. Der Kenntnisstand um die Wirkweise durch Sport als »Tablette« bei solchen Erkrankungen wachst kontinuierlich. Gute Evidenzklassen fur den Einfluss von Sport und Bewegung auf die Pravention und Krankheitsaktivitat liegen bereits bei Demenzen, Schlaganfall, Morbus Parkinson und Multipler Sklerose vor. Bei anderen Erkrankungen wie z. B. den haufig vorkommenden Epilepsien sind aussagekraftige evidenzbasierte Daten noch nicht ausreichend verfugbar, wenngleich kleinere und experimentelle Studien auch hier einen positiven Effekt erwarten lassen. Die letzten Jahre und Jahrzehnte waren aus sportmedizinischer Sicht davon gepragt, ein Umdenken hinsichtlich der Sicherheit bei der Ausubung von Sport bei den genannten neurologischen und neurodegenerativen Erkrankungen zu bewirken. Dies ist zum grosen Teil gelungen, und den entsprechenden Patienten wird die Teilnahme an Rehabilitations- oder Therapiesportgruppen bei wachsendem Angebot kaum noch verwehrt. Regelmasige moderate korperliche Aktivitat reicht zumeist aus, um Effekte zu erzielen. In Zukunft gilt es allerdings zu klaren, welche Art und Intensitat von Sport bei den Krankheitsbildern am effektivsten ist, damit Sport und Bewegung nicht nur als einzelne Tablette, sondern eher als »Apotheke« mit einer Auswahl an sporttherapeutischen »Arzneien« und Dosen verstanden werden kann.

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RECORD & PROVENANCE