Parkinsonbedingte Dysphagien
Parkinsonbedingte Dysphagien
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Original abstract
ZusammenfassungMehr als die Hälfte aller Patienten mit idiopathischem Parkinson-Syndrom (IPS) entwickelt im Krankheitsverlauf eine Dysphagie. Klinischen Folgen sind eine verringerte Lebensqualität, unzureichende Medikamentenwirkung, Mangelernährung sowie Aspirations - pneumonien, die eine häufige Todesursache darstellen. Die klinische Diagnostik parkinsonbedingter Dysphagien ist schwierig und oft unzuverlässig. Mithilfe parkinsonspezifischer Fragebögen können Risikopatienten identifiziert werden. Den Goldstandard in der Diagnostik parkinsonbedingter Dysphagien stellen aber apparative Verfahren und zwar die endoskopische Evaluation des Schluckaktes (FESS) sowie die radiologische Untersuchung des Schluckaktes (VFSS) dar. Mit diesen Untersuchungsmethoden können Aspirationen zuverlässig nachgewiesen werden. Außerdem können IPS-typische Störungsmuster in oraler, pharyngealer und/oder ösophagealer Phase des Schluckaktes identifiziert werden. Die Behandlung parkinsonbedingter Dysphagien umfasst medikamentöse und logopädische Maßnahmen. Parkinsonbedingte Dysphagien, die eine Fluktuation mit Verschlechterung im Off-Zustand aufweisen, sollten durch eine Optimierung der dopaminergen Medikation behandelt werden. Die Auswahl der in der logopädischen Behandlung zum Einsatz kommenden schlucktherapeutischen Verfahren hängt von dem Störungsmuster ab. Auch das Lee-Silverman-Voice-Treatment (LSVT®-LOUD) kann eine Verbesserung parkinsonbedingter Dysphagien bewirken. Ein vielversprechendes neues Verfahren stellt ein intensives Training der exspiratorischen Muskulatur mit einem speziellen Atemtrainer dar.