Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dr. h. c. Walther Birkmayer in Lainz
Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dr. h. c. Walther Birkmayer in Lainz
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Original abstract
Drei Jahre bevor W. Birkmayer die Neurologische Abteilung des damaligen Altersheimes Lainz in Wien ubernahm, lernte ich ihn im Evangelischen Krankenhaus fur Innere Erkrankungen in Wien kennen und durfte ihm dort 1951 assistieren. Es war gerade nach meiner Promotion, und ich absolvierte das Gegenfach Interne fur meine Ausbildung zum Facharzt fur Neurologie und Psychiatrie. Ich erkannte rasch, das ich einen idealen Lehrer gefunden hatte, denn er vermittelte etwas sehr Wesentliches: das Sehen, Beobachten und Erkennen von Verhaltensweisen. Er scharfte den Blick fur das von ihm beschriebene „kritische Detail“ [1, 2], damals z. B. bei Beobachtung von motorischen Schablonen in der Aufwachphase nach ES-Be- handlungen. 1954 kam er nach Lainz, und wenige Monate spater gelang es mir, meine Ausbildung bei ihm fortzusetzen. Meine wissenschaftliche Tatigkeit dort begann auf Anregung von Birkmayer1 mit der papierchromatographischen Bestimmung der Aminosauren im Blut von MS-Kranken im Vergleich zu anderen neurologisch Erkrankten. An der Neurologischen Abteilung in Lainz waren damals uber 300 chronisch Nervenkranke, meist altere multimorbide Patienten.