Parkinson-Syndrom und Depression
Parkinson-Syndrom und Depression
A plain-language reading has not been prepared for this paper yet.
Original abstract
ZusammenfassungDepression hat einen wesentlichen Einfluss auf die gemessene Lebensqualität von Parkinson-Patienten, obwohl nur ca. 2% der Patienten und 1% der Angehörigen sich einer Depression bewusst sind. Zwischen der Depression und motorischer Beeinträchtigung besteht kein linearer Zusammenhang, was pathogenetisch auf eine krankheitsimmanente Ursache hinweist, am ehesten bedingt durch das Defizit von Dopamin und anderen monaminergen Neurotransmittern. Depressionen treten bei ca. 40-50% der Parkinson-Patienten auf und werden nicht immer adäquat versorgt. Zur Therapie mit Antidepressiva finden sich nur wenige kontrollierte Studien. Als wirksam haben sich trizyklische Antidepressiva und neuere Antidepressiva wie selektive Serotonin-und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer gezeigt, die ein für ältere Patienten günstigeres Profil unerwünschter Wirkungen haben. Auch neuere Dopaminagonisten könnten eine therapeutische Wirkung auf depressive Symptome haben.