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Einfluss von Kavalaktonen auf Mikroglia und Astrozyten

Einfluss von Kavalaktonen auf Mikroglia und Astrozyten

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Neuroinflammation ist ein wachsendes Forschungsfeld, denn eine chronische, lokale und schädliche Aktivierung von Mikroglia und Astrozyten im ZNS scheint bei der Pathogenese von Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson eine wichtige Rolle zu spielen. Daher wird in großem Umfang nach Substanzen gesucht, welche in neuroinflammatorische Prozesse vorteilhaft eingreifen können. Kava (Piper methysticum) ist ein pflanzliches Heilmittel aus Ozeanien, welches aufgrund seiner relaxierenden und anxiolytischen Eigenschaften in den späten neunziger Jahren weltweit bekannt wurde. In der vorliegenden Arbeit wurden die Effekte der purifizierten Hauptkomponenten des Kavaextraktes Kavain, Methysticin und Yangonin auf wichtige inflammatorische Moleküle in LPS-aktivierten primären Mikroglia und Astrozyten untersucht. Zusätzlich wurden Zytotoxizität, Stickoxidproduktion und möglicherweise involvierte Signalkaskaden untersucht. Zusammengefasst senkten Kavain und Methysticin die Menge der mRNA von iNOS, IL-6, IL-1β und TNF-α signifikant nach sechs und vierundzwanzig Stunden in Mikroglia, während Yangonin eine hochsignifikante Reduktion der IL-1β-mRNA in Mikroglia und Astrozyten zu beiden Zeitpunkten bewirkte. Es ergab sich kein Hinweis auf eine signifikante Toxizität der eingesetzten Substanzen.

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